Erfahrung mit Inogen One?
03.06.2008 13:03:18
Hallo,
ich finde es zunächst einmal wirklich absolut Klasse dass es dieses Forum gibt und hoffe dass mir jemand weiterhelfen kann.
Bei meiner Mutter wurde vor rund 1,5 Jahren eine idiopathische Lungenfibrose diagnostiziert. Sie hat zusätzlich eine Latexallergie, so dass sie beispielsweise eine Nasenbrille nicht vertragen hat. Man hat sich dann entschlossen ihr einen Scoop zu legen, auch um die Versorgung mit Sauerstoff zu verbessern. Mittlerweile hat sich ihr anfangs sehr schlechter Zustand deutlich verbessert. Versorgt wird sie nun zu Hause über Flüssigsauerstoff. Darüber hinaus hat sie noch ein mobiles Gerät welches bei Fahrten zur Klinik, Ärzten, in die Stadt, etc eingesetzt wird.
Über die Angst man könnte möglicherweise in einen Verkehrsstau geraten und die Luft ginge aus möchte ich gar nicht sprechen. Meine Mutter sagt aber des öfteren dass sie davor fürchterliche Angst hat.
Meine Eltern sind vor kurzem nach Belgien in den Urlaub gefahren. Sie haben mehrere Flaschen Sauerstoff in einem extra
angeschafften Anhänger mitgenommen und bei ihren Ausflügen vor Ort immer wieder in die kleinere Flasche des mobilen Gerätes umgefüllt. Man musste logischerweise immer so planen dass man rechtzeitig ins Hotel zurückkehren konnte um die kleinere Sauerstoffflasche nachzufüllen.
Letzen Endes mussten sie trotzdem zwei Tage früher abreisen da die Vorräte zu Ende gingen und eine neue Füllung einer grossen Flasche wohl um die 500? gekostet hätte. Das wäre für zwei Tage sicher unangemessen gewesen.
Für mich ist es interessant und traurig zu gleich wie gering die Fortschritte in der Medizin in bestimmten Bereichen sind. Ich sage in diesen Situationen oft "wir fliegen zum Mars, bauen unglaubliche Fahrzeuge und Computer aber wenn es um so etwas wie Sauerstoffversorgung geht kommt es mir vor wir bewegen uns irgendwo um 1950 herum".
Wir sind nun jedoch bei der Suche nach "Unabhängigkeit", "Freiheit" von den klobigen Flaschen auf ein Gerät namens Inogen One gestoßen.
Alles was ich bis dato, zu meist auf Englisch, gelesen habe hat mich sehr überzeugt. Offensichtlich läßt sich mit dem Gerät ein erheblicher Teil der Bewegungsfreiheit zurückgewinnen.
Mit einer ausreichenden Anzahl an Akkus, einem Stromwandler auf 12V für den Einsatz im PKW sollten sich die Nachteile der schweren Flaschen zumindest mobil und auf Reisen nach unseren Vorstellungen nahezu ausschalten lassen.
Gibt es User in diesem Forum die über Erfahrungen mit dem Inogen One verfügen und selber an einer idiopathischen Lungenfibrose erkrankt sind?
Vielen Dank für die Geduld beim Lesen, über Antworten freue ich mich schon jetzt sehr...
Liebe Grüße Stefan
Wer nicht kämpft hat bereits verloren...